Fotolia_4581105_M.jpg
header.jpg
© 2016 | Freunde der Musik am Münster e.V. |
Fotolia_4581105_M.jpg
Die Orgel
Hier finden Sie Neuigkeiten  und aktuelle Termine
Die Orgel im Schwalbennest
Die König-Orgel
Die König-Orgel

Von 1670 an pflegte der aus Solothurn in der
Schweiz zugewanderte Johann König(1)(1639-
1691)  die Instrumente der Oberen Pfarr(2).


1675 wurde mit der Aufrichtung von zwei
neuen Orgelemporen begonnen, die
Finanzierung sicherten im wesentlichen einige
private Stifter(3).

Auf die ebenfalls neu gebaute kleine Empore
stellte Johann König 1678 um 180 fl. ein neues
Orgelwerk, „negst der Sacristey aufgericht.“(4)
1727 fertigte Johann Caspar König für diese
„clienern obern Orgl“ zwei neue Blasbälge und
ergänzte einen „Subpaß“. Dazu hatte er die
Orgel „vmbgesetzt“ und neu eingestimmt(5).

1812/13 stellte Chorregent Schneider die
Orgel der ehemaligen Jesuitenkirche(6), die
nach Jacob Wiedmann sieben Register
besaß(7) und 1670 von Johann König erbaut
wurde, unter Mithilfe des Zimmermanns
Billmeier(8) auf die vordere Empore(9). Was
mit dem dort befindlichen Vorgängerinstrument
geschah, ist ungewiß.



Chororgel-Muenster-1.jpg

1) Franz Hauk, Zur Orgelgeschichte in der Asamkirche Maria de Victoria, in: Festschrift zur Einweihung der neuen Orgel in
der Asamkirche Maria de Victoria, Ingolstadt 1986, S. 6.

2) Siegfried Hofmann, Templum academicum - Die Kirche zur Schönen Unserer Lieben Frau. Materialien zur Geschichte
der Ausstattung des Ingolstädter Münsters, in: SHVI 81 (1972), S. 174.

3) Siegfried Hofmann, Templum academicum - Die Kirche zur Schönen Unserer Lieben Frau. Materialien zur Geschichte
der Ausstattung des Ingolstädter Münsters, in: SHVI 81 (1972), S. 173f.

4) Siegfried Hofmann, Templum academicum - Die Kirche zur Schönen Unserer Lieben Frau. Materialien zur Geschichte
der Ausstattung des Ingolstädter Münsters, in: SHVI 81 (1972), S. 174.

5) Siegfried Hofmann, Templum academicum - Die Kirche zur Schönen Unserer Lieben Frau. Materialien zur Geschichte
der Ausstattung des Ingolstädter Münsters, in: SHVI 81 (1972), S. 184.

6) J. Fischer, Die Stadtpfarrkirche zur Schönen unserer lieben Frau in Ingolstadt, Ingolstadt 1892, S. 26. Freundlicher
Hinweis von Herrn Otmar Heinz.

7) Archiv ULF, Gutachten von Jakob G. Wiedmann, 19.5.1916. In einer Bistumsmatrikel heißt es, die Hauptorgel habe 31
Register, die Chororgel habe 9 Register. Quelle: Bischöfliches Ordinariat Eichstätt (Hg.), Matrikel des Bisthums Eichstätt
nach dem Stande des Jahres 1875, Eichstätt 1892. Freundlicher Hinweis von Herrn Otmar Heinz.

8) Schreiben von Franz Xaver Schmid an die Kirchenverwaltung der Liebfrauenkirche Ingolstadt, 14. Mai 1851.

9) Archiv ULF, KR [1810/11-1817/18] 1812/13, fol. 109v, 110 r: “Der Chorregent Schneider erhielt für Übersetzung der
Maltheser Orgl in die Obere Stadtpfarrkirche die erlaufenen Kosten mit 20 fl“